Formen der Stille – Eine visuelle Untersuchung des Zen
Wie lassen sich abstrakte Prinzipien des Zen in die Sprache der Visuellen Kommunikation übersetzen?
Wie können Gestaltungsstrategien, die tief in einer östlichen Tradition verwurzelt sind, in westliche Kontexte übertragen werden, ohne ihre Tiefe zu verlieren?
Und welche Spannungen entstehen, wenn zwei Sehgewohnheiten - die westliche und die zen-buddhistische aufeinandertreffen?
Ziel dieser Arbeit war es, die ästhetischen Prinzipien des Zen in eine zeitgenössische, sprachunabhängige Gestaltung zu überführen und sie in einen westlichen Designkontext zu übersetzen.
Zen-Gestaltungsprinzipien
Kanso
Einfachheit und Klarheit, Reduktion auf das Wesentliche.
Shizen
Natürlichkeit, das Ungekünstelte und Authentische.
Fukinsei
Asymmetrie, Balance durch Unvollkommenheit.
Shibui
Schlichtte Eleganz, Zurückhaltung mit Tiefe.
Datsuzoku
Freiheit vom Gewohntem, Überraschung und Frische.
Yugen
Geheimnisvolle Tiefe, das Unsichtbare und Andeutende.
Seijaku
Stille und innere Ruhe, die Kraft der Leere.