Iterationen – Aspekte des Rasters

Bachelor Thesis von Lena Karoline Weber

Iterationen – Aspekte des Rasters

Wie kann das Raster in der Gestaltung als Inspirationsquelle verwendet werden?
Die Nutzung des Rasters als reine Ausrichtungshilfe in der Gestaltung wird in dieser Arbeit nicht als Hauptzweck anerkannt, sondern in ein Netz aus anderen möglichen Aspekten eingefügt. Die Recherche manifestiert sich in drei Werkzeugen, welche verschiedene Aspekte des Rasters nutzbar machen. Die Ästhetik der Ergebnisse soll sich auf die Grenzen ihres Mediums einlassen, weswegen die Werkzeuge sich klar positionieren: möglichst ungenau oder möglichst genau. Möglichst variabel oder sehr limitiert. Ein Werkzeug kann alles sein, was einen Input in Output transformiert.

Die Keramik-Raster funktionieren als eine Art analoger Bildschirm. Ihre Komponenten zeigen durch ihre Drehung unterschiedliche Formen innerhalb des Rasters: Es kann bewusst gestaltet oder durch Zufall eine Art analoges Rauschen erstellt werden. Sowohl die Eingabe als auch Ausgabe des Werkzeuges ist analog und bildet sowohl Arbeitsfläche als auch das Ergebnis an sich. Die Ergebnisse sind klar in der analogen Welt verortet und flüchtig, nicht speicherbar.

Den maximalen Kontrast bildet das digitale Mono-Tool. Modulare Formbaukästen können digital zusammengesetzt werden, um neue abstrakte Formen zu generieren. Komplexe Halbtonverläufe können an die Formen angesetzt oder allein verwendet werden. Die Verbindung von Zufall und einem limitierten Gestaltungsspielraum erzeugen eine kohärente Ästhetik, die durch unendlich viele Instanzen eines digitalen Kunstwerks zusammengefasst wird. Gestaltenden werden klare Grenzen gesetzt, weswegen ein neuer Workflow adaptiert werden muss. In der Schöpfung eines Werkzeuges werden Ergebnisse »vorgestaltet«, die der Nutzer nun nur oberflächlich beeinflussen kann. Input als auch Output sind digitale Grafiken. Eigene Versionen des digitalen Kunstwerks kann jeder auf aspektedesrasters.de erstellen.

Der Plotter als drittes Werkzeug ist die Konsequenz aus den beiden anderen. Der Plotter verbindet beide Welten und schafft über einen digitalen Input ein von analogen Faktoren verändertes Ergebnis. Er verbindet maschinelle Präzision und Wiederholung mit ungenauerem und strukturgebendem Output. Dies ist besonders spannend, wenn man bedenkt, dass der Plotter eine der wenigen Schnittstellen zwischen der digitalen und analogen Welt ist, der sein Druckergebnis nicht rastern muss, sondern Linien und Formen originalgetreu nachzeichnen kann. Die maschinelle Eingabe wird aufgebrochen und erhält, sobald es auf die Werkfläche trifft, einen analogen einzigartigen Charakter. Der Plotter funktioniert als Übersetzer, der durch sein Raster Digitales in Analoges transformiert.

Hier geht’s zum Mono-Tool: http://aspektedesrasters.de

http://lenaweber.com
@lenaweber404

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